Seven Magic Mountains Las Vegas Mojave Wüste

Seven Magic Mountains Las Vegas – Tipps, Anfahrt und Infos

Schon oft hatten wir Bilder von diesen farbenfrohen Felsbrocken mitten in der Wüste gesehen. Immer wieder sind sie mir irgendwo begegnet – auf Pinterest, in Reiseberichten oder einfach zufällig beim Stöbern. Und jedes Mal habe ich gedacht: Die Seven Magic Mountains will ich irgendwann einmal selber sehn.

Dieses Mal war es endlich so weit. Als wir unsere Reise nach Las Vegas geplant haben, stand für mich ziemlich schnell fest, dass wir die Seven Magic Mountains unbedingt selbst sehen wollten. Irgendetwas an diesen bunten Steintürmen mitten im Nichts hatte mich einfach neugierig gemacht. Vielleicht war es genau dieser Kontrast zur kargen Wüstenlandschaft. Vielleicht aber auch dieses Gefühl, dass dort draußen etwas auf uns wartet, das man nicht so schnell vergisst.

Seven Magic Mountains bunte Felsformationen in der Mojave Wüste nahe Las Vegas

Die leuchtend bunten Türme der Seven Magic Mountains wirken wie ein Farbklecks mitten in der ruhigen Wüstenlandschaft – ein Anblick, der sofort fasziniert.

Ein Kunstwerk mit Ablaufdatum?

Die Seven Magic Mountains, ein Kunstwerk des Schweizer Künstlers Ugo Rondinone, gelten inzwischen als echtes Highlight rund um Las Vegas. Und obwohl sie ursprünglich nur bis 2018 stehen sollten, sind sie bis heute geblieben. Genau das hat bei mir dieses kleine Gefühl ausgelöst: Was, wenn sie irgendwann doch verschwinden? Und genau deshalb wollten wir die Gelegenheit nutzen. Wer weiß, ob sie bei unserem nächsten Trip noch da wären?

Wo findet man die Seven Magic Mountains?

Die sieben leuchtenden Türme sind kaum zu übersehen, wenn man Las Vegas in südlicher Richtung verlässt. Sie thronen mitten in der weiten, staubigen Mojave-Wüste und bilden einen fast surrealen Kontrast zum endlosen Braun der Landschaft. Für uns war dieser Ort weit mehr als nur ein Kunstwerk am Straßenrand – er war der perfekte erste Zwischenstopp auf unserem Roadtrip Richtung Los Angeles.

Es ist der ideale Ort, um dem Trubel des Strips für einen Moment zu entkommen und die Stille der Wüste zu genießen, bevor die lange Fahrt durch das Hinterland von Nevada und Kalifornien so richtig beginnt. Man spürt hier förmlich die Freiheit der Straße, während man zwischen den riesigen, neonfarbenen Felsbrocken steht und den Blick bis zum Horizont schweifen lässt.

Seven Magic Mountains Parkplatz und erste Sicht auf die bunten Türme in der Wüste bei Las Vegas

Schon vom Parkplatz aus sieht man die farbenfrohen Türme der Seven Magic Mountains in der Ferne auftauchen – ein besonderer Moment nach der Fahrt durch die weite Wüste.

Auf dem Weg in die Mojave-Wüste

Unsere Fahrt begann in Las Vegas, aber schon nach kurzer Zeit ließen wir das Glitzern der Stadt hinter uns. Die Anfahrt zu den farbenfrohen Felsbrocken ist denkbar einfach und war für uns der perfekte Start in den Tag: Wir fuhren auf der Interstate 15 Richtung Süden bis zur Ausfahrt Sloan Road. Dort folgten wir der Beschilderung zum Las Vegas Boulevard, der uns tiefer in die stille Weite der Wüste führte.

Nach etwa 11 Kilometern (ca. 7 Meilen) war es dann so weit: Die gigantischen, in Neonfarben leuchtenden Säulen tauchten in der Ferne auf und ragten fast surreal aus dem Wüstensand empor. Wir bogen auf den unbefestigten, aber gut befahrbaren Parkplatz direkt vor Ort ein. Es ist wirklich toll, dass der Eintritt kostenlos ist, was diesen Spot zu einem der besten Gratis-Ziele in Nevada macht. Kaum hatten wir den Motor abgestellt, zog uns die Magie dieser bunten Kunstwerke sofort in ihren Bann.

Was sind die Seven Magic Mountains?

Die Installation besteht aus sieben Türmen, die jeweils aus mehreren Kalksteinblöcken aufgeschichtet sind. Insgesamt wurden 33 riesige Steine verwendet, die in knalligen Neonfarben gestrichen wurden: Pink, Gelb, Grün, Blau und Orange. Jeder Turm ist über 10 Meter hoch und bildet mit der kargen Landschaft der Mojave-Wüste einen atemberaubenden Kontrast.

Die Seven Magic Mountains symbolisieren laut dem Künstler Ugo Rondinone die Verbindung zwischen Natur und künstlicher Welt – und sie ziehen einfach magisch an!

Hinweis: Dieser Beitrag wurde kürzlich mit neuen Bildern und Informationen überarbeitet

Seven Magic Mountains Weg durch die Mojave Wüste zu den bunten Felsformationen bei Las Vegas

Über einen sandigen Weg nähert man sich den Seven Magic Mountains Schritt für Schritt – und mit jedem Meter wirken die bunten Türme in der weiten Wüstenlandschaft beeindruckender.

Auf der Suche nach dem perfekten Foto

Wir waren bei weitem nicht die Einzigen vor Ort. Die Seven Magic Mountains sind ein Magnet für Fotografen aus aller Welt. Als wir ankamen, suchten Profis mit Stativen bereits nach dem besten Blickwinkel, während Touristen vor den bunten Türmen posierten.

Besonders beliebt: Fotos vor dem pinkfarbenen Turm. Natürlich wollte auch ich ein Erinnerungsfoto und steuerte zielsicher auf den rosa Turm zu. Und selbst Klaus, der normalerweise kein großer Fan dieser Farbe ist, stellte sich gern für ein Erinnerungsbild davor. Es macht einfach Spaß, zwischen den gigantischen Steinen umherzuwandern und die verschiedenen Farben auf sich wirken zu lassen.

Mann vor pinkfarbenem Turm der Seven Magic Mountains in der Mojave Wüste bei Las Vegas

Klaus war schneller als ich und sicherte sich direkt seinen Platz vor dem pinkfarbenen Turm – ein Erinnerungsfoto, das einfach dazugehört.

Sicherheit beim Besuch: Achtung Klapperschlangen!

Trotz der fröhlichen, bunten Farben darf man niemals vergessen, dass man sich hier in der echten, unberührten Wildnis der Mojave-Wüste befindet. Ein kurzer, flacher Schotterweg führt vom Parkplatz direkt zu den Türmen. Doch schon nach den ersten Schritten fallen einem die deutlichen Warnschilder ins Auge, die man keinesfalls ignorieren sollte.

Hier ist das Zuhause vieler Wüstenbewohner, darunter auch Giftschlangen wie die berüchtigte Klapperschlange. Besonders in den wärmeren Monaten sind die Tiere aktiv. Man sollte unbedingt auf den offiziell ausgewiesenen Wegen bleiben und bei jedem Schritt achtsam sein. Klapperschlangen tarnen sich hervorragend im sandigen Boden oder unter kleinen Büschen. Auch wenn wir bei unserem Besuch zum Glück keine Schlange gesehen haben, erinnert einen das Schild mit der deutlichen Warnung und der Abbildung einer Schlange schnell daran, wo man sich gerade befindet: in einem lebendigen Ökosystem, in dem wir nur Gäste sind.

Warnschild vor Klapperschlangen in der Mojave Wüste Nevada

Dieses Warnschild zeigt deutlich, dass man sich hier mitten in der Natur bewegt – und dass Klapperschlangen in der Wüste keine Seltenheit sind.

Unser Ritual: Erst Kunst, dann Genuss

Nachdem wir uns an den leuchtenden Farben der Seven Magic Mountains sattgesehen hatten, spürten wir langsam den Hunger – und vor allem den Durst nach der trockenen Wüstenluft. Für uns war dieser Stopp jedoch nur der erste Teil eines perfekten Nachmittags. Da wir später am Tag bei unserer Familie in Kalifornien erwartet wurden, stand ein ganz besonderes, festes Ritual auf dem Plan, auf das wir uns schon seit Las Vegas gefreut hatten: Ein Besuch bei Peggy Sue’s 50’s Diner.

Man findet dieses Schmuckstück in Yermo, direkt an der Interstate 15. Sobald man durch die Tür tritt, fühlt man sich wie in einer Zeitkapsel. Das Diner wurde ursprünglich 1954 erbaut und ist vollgestopft mit tollen Erinnerungsstücken aus den 50er Jahren. Von den klassischen Jukeboxen bis hin zu den originalen Uniformen der Bedienungen – hier atmet jede Ecke Geschichte.

Paar im amerikanischen Diner mit Burger und Pommes nach Ausflug in der Wüste

Nach dem Ausflug in die Wüste gehörte für uns ein Besuch im Diner einfach dazu – ein kleines Ritual, das jeden Trip besonders macht.

Was du bei deinem Besuch beachten solltest

  • Wasser mitnehmen – die Wüstenhitze wird schnell unterschätzt
  • Auf den Wegen bleiben und auf den Boden achten (Klapperschlangen möglich)
  • Beim Fotografieren nicht rückwärts laufen, ohne zu schauen
  • Sonnenschutz nicht vergessen (Hut, Sonnencreme, Sonnenbrille)
  • Früh morgens oder abends kommen (besseres Licht, weniger Hitze)
  • Müll wieder mitnehmen (keine Mülleimer vor Ort)
  • Aufenthalt von ca. 30 bis 60 Minuten einplanen

Seven Magic Mountains – Lohnt sich der Stopp?

Die farbenfrohen Felsbrocken sind mehr als nur ein Fotospot. Sie verbinden die raue Schönheit der Mojave-Wüste mit leuchtender Kreativität. Mich hat dieser Ort sofort fasziniert. Die knallbunten Farben vor dem endlosen Himmel und die besondere Atmosphäre machen den Besuch unvergesslich.

Wer einen Roadtrip durch den Südwesten plant oder in Las Vegas etwas Besonderes erleben möchte, sollte sich diese Kunstinstallation nicht entgehen lassen. Gerade weil sie ursprünglich nur zeitlich begrenzt geplant war, fühlt sich jeder Besuch ein bisschen wie ein kleines Geschenk an.

Ob als kurzer Stopp auf dem Weg nach Kalifornien oder als gezielter Ausflug abseits des Trubels – die sieben Türme lohnen sich auf jeden Fall.

Wer noch mehr Ideen für Ausflüge und Sehenswürdigkeiten rund um die berühmte Wüstenstadt sucht, findet auf der offiziellen Seite viele weitere Inspirationen

 


Entdecke mehr von My Travel Diary USA

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

17 Kommentare

  • Wow! Die Westküste steht ja mittlerweile auf Platz 1 unserer Bucket Liste. Die Seven Magic Mountains werd ich mir aufjedenfall gleich mal aufschreiben für unsere geplante Rundreise 🙂 vielen Dank für den tollen Tipp!

    Lieben Gruß,
    Alice von alicechristina.com

    • Freut mich, wenn mein Tipp auf deiner Liste landet, die Steine sind schon sehr interessant.
      Liebe Grüße
      Sigrid

  • das schaut ja toll aus! ich habe tatsächlich noch nie von diesen bunten Steinen gehört! da hab ich wohl bisher echt was verpasst! richtig coole Foto-Location 🙂

    liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

    • Das stimmt, für Fotos ist das ein super Platz. Das merkt man aber auch, ganz viele machen dort ihre Instafotos, ja steigen dafür sogar auf die Steine.
      Liebe Grüße
      Sigrid

  • Das ist ja ein tolles Projekt. Gefällt mir sehr. Schade das es bald abgebaut wird, hätte ich mir gern live angesehen…

    Liebe Grüße
    Birgit

  • Wie genial, bei dir entdecke ich immer viel Neues! 🙂 So wie auch diese Säulen, die habe ich zuvor noch nirgends gesehen. Glaub ich gerne, dass das ein toller Fotospot ist!

    Liebe Grüße,
    Verena

  • Ich kenne da ein Foto, da hat jemand eine Hand so fotografiert, dass es aussieht als ob er gleich die Säulen umschnippst. Das fand ich auch ur witzig. Schöner Artikel. Gerne gelesen.

Kommentar verfassen