Lake Mead: Größter künstlich angelegter Stausee der USA

Lake Mead

Von Las Vegas zum Lake Mead

Wenn Klaus und ich von Las Vegas aus in Richtung Hoover Staudamm fahren, ist der Lake Mead eines der ersten Ziele, die uns aus dem Trubel der Stadt herausführen. Schon nach kurzer Zeit verändert sich die Landschaft. Die Hotels, Lichter und Casinos bleiben langsam hinter uns, und plötzlich wird alles weiter, trockener und stiller. Die karge Wüstenlandschaft Nevadas zieht am Autofenster vorbei, und genau dieser Wechsel gefällt mir jedes Mal besonders. Eben noch waren wir mitten im Trubel von Las Vegas, kurze Zeit später fahren wir durch eine Landschaft aus Felsen, Bergen und staubigen Straßen.

Nach etwa einer halben Stunde öffnete sich vor uns der Blick auf den Lake Mead. Dieses tiefe Blau zwischen den trockenen Felsen wirkt fast unwirklich. Für mich war es einer dieser Momente, in denen man automatisch etwas langsamer wird und einfach hinausschaut. Der See liegt so ruhig in dieser heißen Wüstenlandschaft, dass man kaum glauben kann, wie nah man eigentlich noch an Las Vegas ist.

Lake Mead, Wasser mitten in der Wüste

Der See lag vor uns wie ein tiefblaues Band inmitten der trockenen, rötlichen Felsen. Schon kurz hinter dem Eingangsschild öffnete sich dieses weite Panorama, und man konnte von der Straße aus das blaue Wasser zwischen den Bergen sehen. Genau dieser Gegensatz aus Wüste und Wasser macht den Lake Mead für mich so besonders. Nach dem Trubel von Las Vegas wirkt diese Landschaft fast beruhigend. Die warme Luft, die stillen Felsen und der Blick auf den See passten so schön zusammen, dass man automatisch langsamer wird und einfach hinausschaut. Erst wenn man dort steht, bekommt man ein Gefühl dafür, wie groß und wichtig dieser Stausee für den Südwesten der USA wirklich ist.

Lake Mead mit Schild der National Recreation Area, Straße und Berglandschaft

Lake Mead, das größte Wasserreservoir der USA

Der Lake Mead ist nicht einfach nur ein schöner See in der Wüste. Er ist das größte künstlich angelegte Wasserreservoir der Vereinigten Staaten und entstand in den dreißiger Jahren durch den Bau des Hoover Staudamms. Wenn man dort steht und auf das blaue Wasser schaut, denkt man zuerst gar nicht an Zahlen oder Technik. Man sieht nur diese weite Landschaft, die trockenen Felsen und diesen besonderen Kontrast zwischen Wasser und Wüste.

Erst wenn man sich etwas näher mit dem Lake Mead beschäftigt, versteht man, wie wichtig dieser See für den Südwesten der USA ist. Er versorgt mehrere Bundesstaaten, darunter Nevada, Arizona und Kalifornien, mit Wasser und spielt auch für die Energieversorgung eine wichtige Rolle. Für mich war gerade diese Mischung faszinierend: Auf der einen Seite ist der Lake Mead ein wunderschöner Ort zum Anschauen, Fotografieren und Durchatmen. Auf der anderen Seite merkt man, dass er für diese Region viel mehr bedeutet als nur ein Ausflugsziel.

Lake Mead mit blauem Wasser, trockenen Bergen und weiter Wüstenlandschaft

Spaziergang durch die rote Wüstenlandschaft

Wir haben das Auto auf einem der Parkplätze abgestellt und sind ein Stück zu Fuß weitergegangen. Gerade das hat mir am Lake Mead besonders gut gefallen, weil man abseits der Straße diese stille Wüstenlandschaft viel intensiver wahrnimmt. Klaus und ich liefen zwischen den rötlichen Felsen, dem sandigen Boden und den trockenen Büschen entlang. Es war heiß, aber trotzdem hatte dieser Ort etwas sehr Beruhigendes.

Der Kontrast zwischen der kargen Landschaft und dem blauen Wasser im Hintergrund war wunderschön. Hinter jeder kleinen Kurve öffnete sich wieder ein anderer Blick auf die Berge, die Felsen und die Weite. Für mich sind genau solche Momente oft die schönsten auf einer Reise. Nicht die großen Attraktionen allein, sondern diese kleinen Spaziergänge, bei denen man stehen bleibt, Fotos macht und einfach die Atmosphäre auf sich wirken lässt.

 Spaziergang durch die rote Wüstenlandschaft

Lake Mead, der helle Rand an den Felsen

Beim Spazieren am Lake Mead fällt an vielen Stellen ein heller Rand an den Felswänden auf. Er sieht fast aus wie ein großer Badewannenring und zeigt, wie hoch das Wasser früher einmal stand. Für mich war das ein nachdenklicher Moment, weil man in dieser schönen Landschaft gleichzeitig sieht, wie stark sich der Wasserstand verändert hat.

Durch den gesunkenen Wasserstand sind an manchen Stellen sogar alte Spuren der Vergangenheit wieder sichtbar geworden. Besonders bekannt ist die ehemalige Siedlung St. Thomas, die beim Aufstauen des Sees überflutet wurde. Heute kann man dort wieder Teile der alten Fundamente sehen. Solche Geschichten finde ich spannend, weil sie zeigen, dass der Lake Mead nicht nur ein schöner See ist, sondern auch viel Geschichte in sich trägt.

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Was man am Lake Mead alles machen kann

Am Lake Mead kann man natürlich viel mehr machen, als nur den Ausblick genießen. Wer gerne auf dem Wasser unterwegs ist, findet hier viele Möglichkeiten. Es gibt Bootstouren, Kajaks, Stand Up Paddling, Jetskis und auch Wasserski. Klaus und ich haben selbst keine Tour gemacht, aber wir haben gerne zugeschaut, wie die Boote über das blaue Wasser gefahren sind. Das hatte etwas sehr Amerikanisches, besonders mit der Wüstenlandschaft im Hintergrund.

Auch an Land lohnt es sich, die Gegend ein wenig zu erkunden. Es gibt Wanderwege, Aussichtspunkte und immer wieder kleine Pfade zwischen Felsen, Sand und trockenen Büschen. Gerade dort merkt man, wie lebendig diese Landschaft trotz der Hitze ist. Wir halten bei solchen Ausflügen immer die Augen offen, denn manchmal entdeckt man kleine Eidechsen, Vögel oder andere Tiere, die sich perfekt an diese raue Umgebung angepasst haben. Besonders am frühen Morgen oder später am Nachmittag ist die Chance auf Tierbeobachtungen sicher am besten, wenn es noch nicht ganz so heiß ist.

Kleine Echse in der Wüstenlandschaft

Aussicht von oben, der See aus der Vogelperspektive

Ein ganz besonderes Erlebnis ist der Blick auf den Lake Mead und den Hoover Dam von oben. Viele Besucher buchen dafür einen Hubschrauberrundflug ab Las Vegas, bei dem man über die Wüstenlandschaft, den See, die Felsen und oft auch über den Hoover Staudamm fliegt. Von oben sieht man erst richtig, wie riesig diese Landschaft ist und wie sich das blaue Wasser durch die trockenen Berge zieht.

Wir selbst haben keinen Rundflug gemacht, aber während unseres Ausflugs konnten wir einen roten Hubschrauber beobachten, der über den Hügeln landete. Das war schon ein toller Anblick, weil der rote Helikopter vor dem blauen Himmel und der kargen Wüste richtig auffiel. Für einen Moment standen wir einfach da und haben zugeschaut. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie beeindruckend dieser Blick aus der Luft sein muss.

Für Fotofans ist so ein Rundflug bestimmt ein besonderes Erlebnis. Aber auch vom Boden aus bekommt man am Lake Mead immer wieder wunderschöne Perspektiven. Man muss nur ein bisschen Zeit mitbringen, anhalten, schauen und die Landschaft auf sich wirken lassen.

Roter Hubschrauber über der Wüstenlandschaft

Eine echte Oase der Ruhe

Wenn man eine Pause vom Lärm und den blinkenden Casinos in Las Vegas sucht, ist der Lake Mead der perfekte Ort zum Durchatmen. Die endlose Weite, das blaue Wasser und die stillen Wüstenberge wirken fast meditativ und lassen einen sofort zur Ruhe kommen. Für Klaus und mich brauchte es dort gar kein großes Programm – schon ein kleiner Spaziergang oder ein ruhiger Moment mit Blick auf den See haben gereicht, um die Wüstenmagie zu genießen und den Akku wieder aufzuladen.

Für den Besuch ist es wichtig zu wissen, dass eine Eintrittsgebühr für das Erholungsgebiet fällig wird, die aber im „America the Beautiful“-Jahrespass bereits enthalten ist. Als beste Reisezeit empfehlen sich das Frühjahr oder der Herbst, da es im Sommer schnell über 40 Grad heiß wird. Bei einem Ausflug sollte man auf jeden Fall immer an genügend Trinkwasser im Auto denken und nach Möglichkeit die intensive Mittagshitze meiden.

Lake Mead mit blauem Wasser, trockenen Bergen und weiter Wüstenlandschaft

Ideal in Kombination mit dem Hoover Staudamm

Ein Besuch am Lake Mead lässt sich wunderbar mit dem Hoover Staudamm verbinden, denn beide Ziele liegen ganz nah beieinander. Für uns war diese Kombination genau richtig. Erst die ruhige Landschaft am See, dann die gewaltige Staumauer, die diese ganze Wasserlandschaft überhaupt erst entstehen ließ.

Am späten Nachmittag machten Klaus und ich uns dann auf den kurzen Weg weiter zum Hoover Staudamm. Wenn man später auf der Brücke oder am Damm steht und zurückblickt, versteht man die Verbindung zwischen beiden Orten noch einmal viel besser. Auf der einen Seite die Tiefe des Canyons, auf der anderen Seite der Lake Mead mit seinem blauen Wasser und den hellen Felsen. Für mich hat sich an diesem Tag alles schön zusammengefügt.

Hoover Staudamm bei Las Vegas

Lake Mead, die stille Seite von Las Vegas

Der Lake Mead ist für mich eines dieser Ausflugsziele, die man leicht unterschätzt. Er liegt nur etwa 30 Minuten von Las Vegas entfernt und fühlt sich trotzdem wie eine ganz andere Welt an. Statt Neonlichtern, Musik und Menschenmengen findet man dort Wasser, Wüste, Felsen und eine wohltuende Stille.

Gerade diese Mischung hat mir so gut gefallen. Der Lake Mead ist schön zum Anschauen, interessant wegen seiner Geschichte und gleichzeitig ein Ort, an dem man einfach einmal langsamer wird. In Kombination mit dem Hoover Staudamm ist er für mich ein sehr lohnender Ausflug, besonders wenn du rund um Las Vegas noch eine andere Seite der Region kennenlernen möchtest.

Wenn du dich vor deinem Besuch über aktuelle Zugänge, Gebühren, Aktivitäten und Hinweise informieren möchtest, findest du weitere Informationen auf der offiziellen Seite der Lake Mead National Recreation

 


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10 Kommentare

  • Tolle Eindrücke, die du mit uns teilst. Ich möcht auch gerne mal in diese Gegend reisen. Ich stelle mir das sehr abenteuerlich vor. Bis dahin lese ich gerne solch spannende Reiseberichte und träume.

  • Ich war im Mai auch erst in Las Vegas! Hoover Dam hatte ich auch überlegt, aus Zeitgründen hat es nur leider nicht mehr so gut geklappt. Hoffentlich nächstes Mal 🙂

  • Wow, sowas wollte ich auch gerne mal erleben. So eine HubschrauberTour ist bestimmt toll, tolle Foto und ein sehr interessanter Beitrag.
    Liebe Grüße Katrin

  • Ich stehe Las Vegas und dem Reservoir sehr skeptisch gegenüber. Schon immer. Der Wasserverbrauch für diese Stadt ist einfach unfassbar und unverantwortlich. Es wird Raubbau der so wertvollen Ressource Wasser betrieben für die Shows, Hotels, riesen Anzahl von Touris jeden Tag …. und das alles mitten in der Wüste. Da nimmt die Umwelt und Natur einfach so unfassbaren Schaden. Aber darüber machen sich leider die Wenigsten Gedanken. Vielleicht kann ich mit diesem Kommentar etwas zum Inne Halten / Nachdenken anregen! Danke ! VG, Sirit

  • Bodyguard4you

    DAS sind Bilder …

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