Dinge über die USA die man wissen sollte

Es gibt einige Dinge über die USA, die mir schon bei unserem ersten Besuch sofort aufgefallen sind und einige davon überraschen uns bis heute. In diesem Beitrag verrate ich euch Beobachtungen, die euch beim Reisen durch die Vereinigten Staaten sicher bekannt vorkommen oder ein Schmunzeln entlocken werden.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde kürzlich überarbeitet, um leserfreundlicher und informativer zu sein.

Leere Gehsteige: Ein ungewohntes Bild

Wenn wir in Kalifornien sind, gehen wir sehr gerne mit unserem kleinen Enkel spazieren. Dabei ist uns aufgefallen, dass die Gehsteige dort meist völlig leer sind, höchstens ein Hundebesitzer kommt einem entgegen. Noch extremer ist es in den Wohngebieten von Beverly Hills. Als wir dort unterwegs waren, wurden wir von Autofahrern regelrecht verwundert angeschaut, als ob wir etwas Verbotenes tun würden.

Dinge über die USA: Ohne Auto geht gar nichts!

Alltäglichen Sachen werden in den USA alle mit dem Auto gemacht. Auch, wenn es nur ein Katzensprung bis zum nächsten Supermarkt oder zur Bank ist, man erledigt alles mit dem Auto. Es gibt für fast alles einen Drive Thru, man muss also das Auto gar nicht verlassen. Egal ob Geldgeschäfte bei der Bank, essen besorgen bei Fast Food Ketten wie zum Beispiel In and Out oder Starbucks, überall gibt es Autoschalter.

Auf der Carpool-Lane am Stau vorbei 

Auf Autobahnen der USA beispielsweise in Los Angeles, findet man meist ganz links eine extra Spur, die Carpool-Lane. Mittlerweile wissen wir, diese Spur darf ausschließlich von Autos befahren werden in denen mindestens zwei Passagiere sitzen. Es lohnt sich bei Stau diese Spur zu benutzen, weil sie meistens frei ist, da die Amerikaner fast immer alleine im Auto sitzen.

Amerikanische Toiletten – ganz eigene Dinge über die USA

Amerikanische Toiletten funktionieren nach einem anderen System. Das Toilettenbecken ist immer mindestens bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt. Durch die Wassermenge ist die Geruchsbildung niedriger, die Hinterlassenschaften werden sofort weitgehend von Wasser umschlossen und ohne Schleifspuren entsorgt. Deshalb findet man in den USA auch selten eine ekelige, mit Bakterien verseuchte Klobürste, da der Wasserstrudel das Klo reinigt.

Einkauf einpacken lassen – Service mit einem Lächeln

Wir gehen fast täglich einkaufen, wenn wir bei unserer Familie zu Besuch sind. In Deutschland bin ich gewohnt alles sofort in eine Tüte oder einen Korb einzupacken, das habe ich aber nach einigen Versuchen in den USA aufgegeben. Fast immer steht ein Mitarbeiter des Supermarktes direkt hinter der Kasse und erledigt diesen Job. Ich war mal  mit meinem Enkel im Supermarkt und hatte viel eingekauft, da wurde mir von diesem freundlichen Helfer der Einkaufswagen zum Auto gefahren. Aber nicht nur das, er hat auch die Tüten im Auto verstaut und den Einkaufswagen wieder mitgenommen.

Winterstiefel bei Hitze – modische Dinge über die USA

Uns ist es in Kalifornien schon sehr oft aufgefallen, das viele Winterstiefel tragen, aber nicht nur im Winter wie mancher jetzt vielleicht denkt. Wir sind schwitzend bei ca 30 Grad im Oktober durch das Citadell Outlet spaziert und waren froh über jedes Plätzchen im Schatten. Nicht so einige Kalifornier, die gingen mit kuscheligen Winterstiefeln shoppen.

Schlafanzug im Flugzeug – Komfort ist König

Als wir in Los Angeles am Flughafen ankamen, trauten wir unseren Augen nicht. Da standen doch wirklich Leute im Schlafanzug am baggage claim und warteten auf ihr Gepäck. Natürlich habe ich sofort meinen Sohn gefragt, der uns vom Flughafen abholte.  Er erklärte, dass sogar die Promis bei langen Flügen im Schlafanzug reisen, weil es im Flugzeug bequemer ist als herkömmliche Kleidung. Da musste ich ihm recht geben, mit meiner Jeans war es schon recht unbequem. Mittlerweile fliege ich im Jogginganzug den ziehe ich dann doch dem Schlafanzug vor.

Doggy Bags – kein Grund sich zu schämen

In amerikanischen Restaurants ist es üblich alles was man nicht aufisst einpacken zu lassen und mitzunehmen. Es einfach stehen zu lassen wäre eine Beleidigung denn es würde bedeuten das Essen hat nicht geschmeckt. Also bittet man um eine sogenannte Doggy bag die vom Personal gerne zur Verfügung gestellt wird und nimmt es mit nach Hause.

Refill – unbegrenzter Getränkenachschub

In den meisten amerikanischen Restaurants gibt es Wasser kostenlos zu trinken. Bestellt man sich ein Softgetränk füllen die Kellner es sobald der Becher nur noch halbvoll ist sofort wieder voll oder du bekommst gleich ein komplettes neues Getränk. Das kann bei einem längeren Abend auch mehrmals passieren und man nennt es Refill. In Fast Food Restaurants gibt es das auch dort füllt man seinen Becher einfach selber nach so oft man will.

Alkohol in Brown Bags – diskrete Dinge über die USA

In der Öffentlichkeit zu trinken, ist in den USA in vielen Staaten verboten und auch das mitführen von Alkohol wird in diesem Land nicht gerne gesehen. Schon beim Einkauf im  Supermarkt wurde uns die gekaufte Flasche Whiskey in eine braune Papiertüte gepackt, weil Alkohol in  Kalifornien in Papiertüten verkauft werden muss. Viele USA Besucher haben vielleicht schon gesehen, wenn aus dieser braunen Papiertüte das Bier getrunken wird. So wird versucht zu verstecken, dass man Alkohol in der Öffentlichkeit trinkt.

Dinge über die USA – mal kurios, mal charmant

Viele dieser Dinge über die USA wirken auf uns Deutsche erstmal seltsam, aber genau das macht das Reisen so spannend. Es sind kleine Eigenheiten wie diese, die uns ein Land wirklich näherbringen. Und wer weiß, vielleicht werdet ihr schon beim nächsten Besuch selbst zur Beobachterin amerikanischer Alltagskultur.


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54 Kommentare

  • as ist echt erstaunlich mir den leeren Gehsteigen, denn gerade in Filmen und Serien sieht man die doch total belebt… aber gut, wenn jeder alle mit dem Auto erledigt 😉

    schönen Sonntag meine Liebe und liebste Grüße auch,
    ❤ Tina von http://www.liebewasist.com

  • Ich war vor 7 Jahren in NY und Florida. Ich fands ganz furchtbar… Ohne Auto geht gar nix und mir kam alles so furchtbar oberflächlich vor. War nix für mich!

  • Dass die Gehsteige verdammt leer sind, kenne ich auch von meinen Besuchen in South Carolina. Ist mir auch sehr aufgefallen.
    Flugreisende in Schlafanzügen hab ich ja noch nicht gesehen.
    Allerdings muss ich sagen, dass sie von der Bekleidung her wirklich schlauer Langstreckenflüge angehen. Schön bequem in Jogginghose, mach ich auch immer so! Habe von meinem ersten Langstreckenflug gelernt, bei dem ich Jeans trug. Geht gar nicht, ich bekomme furchtbare Blähungen, selbst in Jogginghose. Wenn ich sehe, wie unbequem die meisten Europäer reisen, muss ich mich wundern. Optik ist doch unwichtig.

    • Da hast du recht, mir ging es ähnlich nach dem ersten Flug, aber man ist ja lernfähig. Ich hab mich mal etwas informiert und gestaunt wieviel Fotos es von Promis im Schlafanzug am Flughafen gibt.

  • USA ist immer eine Reise wert. Danke für deinen tollen Beitrag
    http://carrieslifestyle.com

  • Das mit der Carpool Lane wusste ich gar nicht. Das ist ja witzig, sollten sie hier auch einführen.
    Die Gehsteige sind ja meistens leer, weil ja alle mit dem Auto fahren.

    • Das stimmt, ich finde das ist eine sehr gute Idee aber ich glaube bei uns würde sich da kaum einer dran halten.

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