Ein Familientag im Aquarium of the Pacific

Aquarium of the Pacific Long Beach

Logenplatz am Meer – Aquarium of the Pacific

Manchmal sind die ungeplanten Wege die schönsten – so begann auch unser ganz besonderer Tag im Aquarium of the Pacific in Long Beach. Ich dachte, wir verbringen einen ganz gewöhnlichen Tag in Long Beach, als mein Sohn, meine Schwiegertochter und mein Enkel mich plötzlich anstrahlten und sagten: „Überraschung, Oma! Wir gehen heute ins Aquarium!“

Ich war sprachlos. Das Aquarium of the Pacific stand schon so lange auf meiner Wunschliste, und dass meine Familie mich damit überrascht hat, machte den Tag von der ersten Sekunde an zu etwas ganz Besonderem. Wenn man mit den Menschen, die man am meisten liebt, an so einen magischen Ort entführt wird, sieht man die Welt – oder in diesem Fall die Unterwasserwelt – mit ganz anderen Augen.

Schon von außen ist die Architektur atemberaubend – die geschwungenen Formen des Gebäudes erinnern an die Wellen des Pazifiks. Es ist eines der größten Aquarien der USA und das einzige weltweit, das sich fast ausschließlich auf den gigantischen Pazifischen Ozean konzentriert. Auf über 20 Hektar Fläche taucht man hier in eine Welt ein, die jedes Jahr rund 1,5 Millionen Besucher in ihren Bann zieht.

Das Aquarium of the Pacific befindet sich am 100 Aquarium Way in Long Beach, Kalifornien – direkt an der wunderschönen Waterfront, umgeben von Palmen, Yachthafen und dem weiten Blau des Ozeans.

Aquarium of the Pacific Eingang Long Beach Kalifornien

Am Eingang des Aquarium of the Pacific in Long Beach begann unser ganz besonderer Familientag. Schon beim Ankommen spürten wir, dass uns hier eine faszinierende Unterwasserwelt erwarten würde.

Der Moment des Staunens – mein Enkel auf Entdeckungstour

Kaum hatten wir die Eingangshalle betreten, war mein Enkel nicht mehr zu halten. Aber mal ehrlich: Auch wir Erwachsenen fühlten uns plötzlich wieder wie kleine Kinder. Die Anlage ist so übersichtlich und großzügig gestaltet, dass man selbst mit Kindern oder bei großem Andrang nie das Gefühl von Enge hat. Besonders toll fand ich, dass es Informationsblätter in vielen Sprachen gibt – sogar auf Deutsch! Das hat uns geholfen, auch die kniffligen Fragen meines Enkels zu beantworten, der wissen wollte, warum manche Fische leuchten und andere sich verstecken.

Ein erster Gänsehautmoment – die Southern California & Baja Gallery

Kaum standen wir vor den raumhohen Panoramafenstern, war dieser besondere Moment sofort da. Es ist schwer zu beschreiben, wie es sich anfühlt, wenn ein riesiger Fischschwarm oder ein majestätischer Meeresbewohner direkt auf Augenhöhe an einem vorbeizieht. Man vergisst völlig, dass da eine dicke Glasscheibe zwischen einem selbst und dem Ozean ist.

Mein Sohn und Klaus standen lange davor und beobachteten die fast meditative Ruhe der Unterwasserpflanzen, die sich in der Strömung wiegten. Es ist ein faszinierendes Schauspiel für Jung und Alt. Mein Enkel drückte sich die Nase an der Scheibe platt und versuchte, jeden einzelnen Fisch zu zählen – ein hoffnungsloses, aber herrlich anzusehendes Unterfangen.

Hinweis: Dieser Beitrag wurde kürzlich überarbeitet und mit aktuellen Informationen ergänzt.

Großes Eingangs-Aquarium Aquarium of the Pacific Long Beach mit Fischschwarm und hohen Glaswänden

Gleich in der Eingangshalle zieht dieses beeindruckende Aquarium alle Blicke auf sich. Hier beginnt das Staunen – und man taucht schon nach wenigen Sekunden in eine völlig andere Welt ein.

Kunterbunte Wunderwelt – das Korallenriff

In den Korallenbecken blieb uns dann endgültig die Luft weg. Zwischen den bizarren Felsformationen und sanft schwingenden Seeanemonen tanzten unzählige kleine, leuchtend bunte Fische. Darunter auch die berühmten Clownfische, die man sofort aus „Findet Nemo“ erkennt. Mein Enkel war wie verzaubert und wollte sich gar nicht mehr von der Scheibe lösen. Auch meine Schwiegertochter und ich standen lange davor und konnten uns kaum sattsehen an diesem lebendigen Farbenspiel aus Orange, Blau und Gelb. Es wirkte fast wie ein kunstvoll gestaltetes Gemälde, und doch war alles echt – ein kleines, faszinierendes Stück Ozean, das uns für einen Moment alles um uns herum vergessen ließ.

Buntes Korallenriff Aquarium of the Pacific mit Clownfischen und tropischen Fischen

In den tropischen Becken des Aquarium of the Pacific leuchten Korallen und Fische in den intensivsten Farben. Besonders die kleinen Clownfische zwischen den Anemonen zogen alle Blicke auf sich.

Meister der Tarnung – die geheimnisvollen Seedrachen

Ein ganz besonderes Highlight, das wir fast übersehen hätten – wären da nicht die aufmerksamen Augen meines Enkels gewesen – die Seedrachen. Zuerst musste ich zweimal hinschauen, weil ich gar nicht sofort erkennen konnte, ob es sich überhaupt um ein Lebewesen handelt. Mit ihren filigranen, blattartigen Fortsätzen sehen sie eher aus wie schwebende Pflanzen, die sich sanft im Wasser bewegen. Genau das macht sie zu wahren Meistern der Tarnung.

Diese Tiere sind die absoluten Weltmeister im Verstecken. Sie sehen exakt aus wie ein Zweig mit Blättern oder ein Stück Seetang. Man muss wirklich ganz genau hinschauen und geduldig warten, bis sie sich leicht bewegen, um sie von den echten Pflanzen im Becken unterscheiden zu können. Wir standen bestimmt zehn Minuten vor diesem einen Becken und haben kleine „Suchspiele“ gemacht – ein toller Spaß für die ganze Familie. Mein Enkel war völlig fasziniert und zeigte immer wieder auf die Stelle, an der sich einer dieser geheimnisvollen Bewohner bewegte.

Seedrachen im Aquarium of the Pacific Long Beach mit blauen Hintergrund und filigranen Körpern

Diese faszinierenden Seedrachen wirken fast wie schwebende Pflanzen im Wasser. Mit ihrer perfekten Tarnung gehören sie zu den außergewöhnlichsten Bewohnern des Aquariums.

Das Highlight im Außenbereich: Der Streichelzoo für Meeresbewohner

Nach so viel Schauen wollten wir auch etwas erleben – und da kam der Außenbereich gerade recht. Mein Enkel hatte schon die ganze Zeit darauf gewartet: die Streichelbecken! Es ist eine Sache, einen Rochen im Fernsehen zu sehen, aber eine ganz andere, ihn anzufassen. In den flachen Becken tummeln sich Rochen, Seesterne und sogar kleine Haie. Ja, ihr habt richtig gelesen: Man darf dort kleine Haie vorsichtig berühren! Meine Schwiegertochter war erst etwas zögerlich, aber als sie sah, wie sanft mein Enkel den Rücken eines Rochens berührte, traute auch sie sich. Die Haut der Rochen fühlt sich ganz samtig und weich an – ein unvergessliches haptisches Erlebnis. Überall stehen Mitarbeiter bereit, die einem erklären, wie man die Tiere richtig anfasst, ohne sie zu erschrecken. Man lernt so viel über ihre Lebensgewohnheiten, ohne dass es sich wie „Schule“ anfühlt.

Rochen im Streichelbecken  in Long Beach wird von einem Kind vorsichtig berührt

Ein besonderer Moment im Außenbereich: Im Streichelbecken konnten wir die Rochen aus nächster Nähe erleben und sogar vorsichtig berühren. Vor allem mein Enkel war fasziniert davon, wie sanft und ruhig sich die Tiere im Wasser bewegten.

Aquarium of the Pacific – die Pinguine im Außenbereich

Nach dem besonderen Erlebnis an den Streichelbecken zog es uns noch weiter durch den Außenbereich – und dort wartete schon das nächste Highlight. Die Pinguine hatten es meinem Enkel sofort angetan. Kaum standen wir vor der großen Anlage, begann ein fröhliches Gewusel aus Watscheln, Tauchen und neugierigem Beobachten.

Besonders spannend war es, die Tiere sowohl über als auch unter Wasser zu sehen. Während sie an Land eher gemütlich wirkten, verwandelten sie sich im Wasser in unglaublich schnelle und elegante Schwimmer. Immer wieder schossen sie an der Glasscheibe vorbei, tauchten blitzschnell ab und wieder auf – ein Schauspiel, bei dem man automatisch lächeln musste.

Pinguine im Außenbereich des Aquarium of the Pacific in Long Beach beim Schwimmen und Watscheln

Die Pinguine im Außenbereich waren ein echtes Highlight für Groß und Klein. Besonders faszinierend war es zu beobachten, wie elegant sie durchs Wasser glitten und dabei völlig anders wirkten als an Land.

Gänsehaut im Aquarium of the Pacific – die Welt der Haie

Nach den vielen Eindrücken draußen zog es uns noch einmal zurück in die große Halle – und dort wartete schon das nächste Highlight auf uns. Die Haibecken hatten eine ganz besondere Anziehungskraft, fast so, als würde man in eine andere Welt eintreten. Kaum standen wir vor der riesigen Glasscheibe, wurde es plötzlich ganz still.

Ein gewaltiger Hai glitt direkt an uns vorbei, so nah, dass man jedes Detail erkennen konnte. Die raue Haut, die langsamen, kraftvollen Bewegungen, diese unglaubliche Ruhe. Mein Enkel drückte sich ganz dicht an die Scheibe, völlig fasziniert, während ich selbst für einen Moment den Atem anhielt. Es ist ein seltsames Gefühl, gleichzeitig Ehrfurcht und Staunen zu empfinden.

Um uns herum zog ein ganzer Schwarm Fische seine Kreise, während weiter hinten Rochen elegant durch das Wasser schwebten. Alles wirkte so ruhig, fast meditativ – und doch wusste man, dass hier echte Kraft und Wildheit zu Hause sind. Genau dieser Kontrast hat mich tief beeindruckt.

Hai im Aquarium in Long Beach schwimmt nah an der Glasscheibe vorbei

Ein großer Hai gleitet direkt an der Glasscheibe entlang und wirkt dabei gleichzeitig majestätisch und respektgebietend. Für uns war das einer dieser Momente, in denen man einfach still wird und nur noch staunt.

Ein Tag, den ich nie vergessen werde

Das Aquarium in Long Beach ist eine wunderbare Attraktion für alle Altersgruppen. Auf unterhaltsame, lehrreiche und gleichzeitig spielerische Weise wird einem das Leben im Meer nähergebracht, ohne dass es sich jemals wie Lernen anfühlt. Mein Tipp für euch: Nehmt euch Zeit und plant am besten drei bis vier Stunden ein, damit ihr die besondere Atmosphäre wirklich in Ruhe genießen könnt. Aktuelle Öffnungszeiten und Tickets findet ihr direkt auf der offiziellen Webseite des Aquariums. Und ganz wichtig: Vergesst eure Kamera nicht, denn die Lichtspiele unter Wasser zaubern Motive, die man so schnell kein zweites Mal vor die Linse bekommt.

Ich bin so dankbar, dass mein Mann Klaus, mein Sohn mit seiner Frau und natürlich mein Enkel diesen Tag mit mir geteilt haben. Mein Enkel war schon im Aquarium völlig fasziniert von den großen Haien und den geheimnisvollen Tiefen des Ozeans – und gleichzeitig liebt er alles, was mit Dinosauriern und der Urzeit zu tun hat. Genau diese Mischung aus Staunen und Entdecken macht solche Ausflüge so besonders. Ganz gleich, ob man in die Unterwasserwelt eintaucht oder wie bei unserem Besuch der La Brea Tar Pits in Los Angeles in eine längst vergangene Zeit reist.

 

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26 Kommentare

  • Wow. Das hört sich ja toll an und ganz tolle Bilder. Dein Bericht macht richtig Lust auf einen Besuch.
    Liebe Grüße
    Anja von https://pinkshape.de

    • Dankeschön Anja, ich freu mich schon auf meinen nächsten Besuch in einem Aquarium. Es gibt ja ganz viele dort in der Gegend und im Mai sind wir wieder in Kalifornien.
      Liebe Grüße
      Sigrid

  • Ach ist das toll, Deine Bilder sind auch ganz ganz schön! Ich liebe ja das Leben unter dem Wasser. Ich frage mich nur immer, wer diese Becken reinigt? Denn ich hab ja hier 3 Mini-Aquarien gegen diese und putze mich daran schon die Finger wund. Gedanken einer Mama halt 😉

    Schöner Beitrag, ich liebe ihn!

    Lieben Gruß,

    Bea.

    • Das mit dem reinigen wäre wirklich mal eine Frage wert. Ich muss dir recht geben so ein Aquarium zu putzen ist immer sehr viel Arbeit, ich hatte lange Zeit eines und hab immer versucht die Arbeit abzuwälzen….lach.
      Liebe Grüße
      Sigrid

  • Hört sich toll an. Das war für die Kinder ja bestimmt super! Das Foto von den Fetzenfischen ist richtig schön geworden ?
    Liebe Grüße Claudia

    • Mein kleiner Enkel liebt es den Fischen zuzuschauen, er hat sich ein Aquarium für zu Hause gewünscht und sitzt sehr gerne davor.
      Liebe Grüße
      Sigrid

  • Wow, da werde ich leider nie hinkommen, aber ich genieße die tollen Fotos.

    Danke für deine interessanten Beiträge. Hier stöbere ich immer wieder gerne

    LG Sabana

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