Santa Barbara in Kalifornien – ein wunderschöner Ort an der Pazifikküste

Santa Barbara mit Palmenstraße und Blick auf die Santa Ynez Mountains in Kalifornien

Santa Barbara – die Amerikanische Riviera

Wenn wir bei unserer Familie in Kalifornien zu Besuch sind, gehört ein Ausflug nach Santa Barbara für uns fast immer dazu. Die Stadt liegt etwa zwei Stunden von Los Angeles entfernt, fühlt sich aber trotzdem wie eine ganz andere Welt an. Während Los Angeles oft groß, laut und manchmal ziemlich hektisch wirkt, strahlt Santa Barbara eine angenehme Ruhe aus, die man sofort spürt. Schon wenn man sich der Stadt nähert, versteht man schnell, warum so viele Menschen diesen Ort lieben.

Die weißen Häuser mit ihren roten Ziegeldächern, die vielen Palmen und natürlich der weite Blick auf den Pazifik geben Santa Barbara eine ganz besondere Atmosphäre. Direkt dahinter steigen die Santa Ynez Mountains auf, sodass hier das Meer und die Berge auf eine wunderschöne Weise zusammentreffen. Für uns ist Santa Barbara inzwischen viel mehr als nur ein schönes Ausflugsziel geworden; es ist ein Ort, zu dem wir immer wieder gerne zurückkehren, weil jeder Besuch dort ein wenig wie ein kleiner Urlaubstag wirkt.

Diesen Beitrag habe ich kürzlich überarbeitet und mit neuen Fotos sowie aktuellen Informationen ergänzt, damit ihr Santa Barbara noch besser kennenlernen könnt.

Santa Barbara mit Palmenstraße und Blick auf die Santa Ynez Mountains in Kalifornien

Palmen, blauer Himmel und die Santa Ynez Mountains im Hintergrund – so zeigt sich Santa Barbara schon bei der Einfahrt in die Stadt. Die Küstenstadt liegt zwischen Pazifik und Bergen und gehört zu den schönsten Orten an Kaliforniens Küste.

Santa Barbara – perfektes Ziel für einen Familienausflug

Wenn wir in Santa Barbara ankommen, laufen wir meistens zuerst ein wenig durch die Stadt. Besonders die State Street lädt dazu ein, einfach durch die Straßen zu schlendern und sich treiben zu lassen. Überall sitzen Menschen draußen vor kleinen Cafés, trinken Kaffee oder genießen ein Eis in der Sonne. Mit unserem Enkel ist ein Besuch dort natürlich noch einmal etwas ganz Besonderes, denn für Kinder gibt es an jeder Ecke etwas zu entdecken.

Unser Enkel bleibt oft fasziniert stehen, wenn irgendwo Straßenmusik gespielt wird oder wenn er in einem der vielen Schaufenster etwas Interessantes entdeckt. Solche kleinen, unbeschwerten Momente machen unsere Ausflüge nach Santa Barbara jedes Mal wieder wertvoll. Manchmal setzen wir uns einfach irgendwo hin, genießen die Wärme und gönnen uns eine Kleinigkeit zu essen. Die Stadt hat viele kleine Restaurants und Bistros mit einer sehr entspannten Atmosphäre, in denen sich Einheimische und Besucher gleichermaßen wohlfühlen.

Spaziergänger an der State Street in Santa Barbara vor spanischer Kolonialarchitektur

Besucher überqueren die Straße an der State Street in Santa Barbara. Die weißen Gebäude mit roten Ziegeldächern und die Berge im Hintergrund zeigen den typischen Stil der „Amerikanischen Riviera“ in Kalifornien.

Spaziergang am Strand und am lebendigen Hafen

Ein fester Bestandteil unserer Besuche ist immer der Weg zum Strand und zum Hafen. Dort gibt es eigentlich immer etwas zu sehen, und besonders unser Enkel liebt es, die Boote auf dem Meer zu beobachten. Er steht dann oft am Wasser und schaut ganz fasziniert hinaus auf den Pazifik. Mal fährt ein Segelboot vorbei, mal gleitet eine größere Yacht über das Wasser, und manchmal sieht man die Fischerboote, die mit ihrem Fang vom Meer zurückkommen.

Während unser Enkel versucht, möglichst viele Boote zu zählen, genießen wir einfach die frische Meeresluft. Auch der berühmte Stearns Wharf Pier gehört zu den Orten, die man in Santa Barbara unbedingt gesehen haben sollte. Von dort hat man einen wunderschönen Blick auf die gesamte Küstenlinie und die Stadt vor den Bergen. Da es auf dem Pier viele kleine Geschäfte und Restaurants gibt, kann man dort problemlos eine ganze Weile verbringen und das kalifornische Lebensgefühl einsaugen.

Strand von Santa Barbara mit Blick auf den Pazifik

Der Strand von Santa Barbara mit Blick auf den Pazifik und die Berge der kalifornischen Küste. Hier kann man wunderbar spazieren gehen, dem Rauschen der Wellen zuhören und einfach einen Moment die kalifornische Sonne genießen.

Unsere kleine Pizza-Tradition bei Patxi’s

Nach einem langen Spaziergang durch die Stadt oder am Strand meldet sich natürlich irgendwann der Hunger. Santa Barbara hat viele gute Restaurants, von eleganten Lokalen bis hin zu kleinen gemütlichen Cafés. Für uns hat sich im Laufe der Zeit aber eine kleine Tradition entwickelt: Wenn wir in Santa Barbara sind, gehen wir oft Pizza essen. Gerade wenn man mit der ganzen Familie und einem hungrigen Enkel unterwegs ist, ist das einfach eine schöne und unkomplizierte Lösung.

Gemeinsam am Tisch zu sitzen, den Tag Revue passieren zu lassen und dabei eine richtig gute Pizza zu teilen, gehört für uns mittlerweile einfach zu einem perfekten Tag dazu. Es sind diese Pausen, in denen man merkt, wie gut es tut, mal komplett abzuschalten.

Die besondere Architektur und der Glanz der „Riviera“

Was Santa Barbara von vielen anderen Städten in den USA unterscheidet, ist die konsequente Architektur im spanischen Kolonialstil. Weiße Fassaden, rote Ziegeldächer und versteckte Innenhöfe prägen das Stadtbild. Diese Bauweise geht auf eine Entscheidung nach dem schweren Erdbeben von 1925 zurück, die Stadt bewusst in diesem Stil wiederaufzubauen. Heute verleiht genau das Santa Barbara seinen ganz besonderen, fast mediterranen Charakter.

Überall entdeckt man liebevolle Details: Balkone mit kunstvollen Schmiedeeisen-Geländern, Innenhöfe voller Pflanzen und natürlich die typischen Palmen. Wegen dieser Schönheit wird die Stadt oft als „Amerikanische Riviera“ bezeichnet. Die Gegend gehört zu den wohlhabenderen Regionen Kaliforniens, und viele bekannte Persönlichkeiten wie Oprah Winfrey oder Katy Perry haben sich im benachbarten Montecito niedergelassen. Die Häuser dort sind meist hinter hohen Hecken versteckt, aber man merkt schnell, dass diese Gegend etwas ganz Besonderes ist.

Spanische Kolonialarchitektur in Santa Barbara mit weißen Gebäuden und roten Ziegeldächern

Gebäude im spanischen Kolonialstil in Santa Barbara mit weißen Fassaden, Arkaden und roten Ziegeldächern. Diese Architektur prägt das Stadtbild der sogenannten „Amerikanischen Riviera“ in Kalifornien.

Der riesige Moreton Bay Fig Tree – Ein Gigant der Natur

Eine Sehenswürdigkeit, die viele Besucher zunächst gar nicht auf dem Schirm haben, ist der riesige Moreton Bay Fig Tree. Dieser Baum gehört zu den größten seiner Art in den gesamten Vereinigten Staaten und wurde bereits im Jahr 1876 gepflanzt. Über die Jahrzehnte hat er eine gewaltige Krone entwickelt, die heute wie ein riesiges grünes Dach wirkt.

Besonders beeindruckend sind die gewaltigen Wurzeln, die teilweise über den Boden verlaufen wie erstarrte Schlangen. Für Kinder ist das natürlich ein unglaublich spannender Ort zum Klettern und Entdecken. Unser Enkel war jedenfalls begeistert und ist neugierig um den Baum herumgelaufen, während wir die beeindruckende Größe dieses Naturdenkmals bewundert haben.

Moreton Bay Fig Tree in Santa Barbara Kalifornien – riesiger historischer Feigenbaum

Der riesige Moreton Bay Fig Tree in Santa Barbara gehört zu den größten seiner Art in den USA und beeindruckt mit seinen gewaltigen Ästen und Wurzeln.

Santa Barbara als Sprungbrett: Von Neverland bis Solvang

Santa Barbara ist nicht nur für sich genommen eine wunderschöne Stadt, sondern auch ein idealer Ausgangspunkt, um noch mehr von dieser besonderen Region Kaliforniens zu entdecken. Verlässt man die Küste und fährt ein Stück ins Landesinnere, verändert sich die Landschaft schnell. Die Straßen führen durch sanfte Hügel, die in der Sonne oft goldgelb leuchten, und man merkt sofort, dass man sich im Santa Ynez Valley befindet.

Genau dort, etwas versteckt zwischen den Hügeln, liegt die berühmte Neverland Ranch von Michael Jackson. Viele Jahre lang war sie das Zuhause des King of Pop und bis heute hat dieser Ort etwas ganz Besonderes. Wenn man dort oben in den Bergen steht, wirkt alles sehr ruhig und fast ein wenig geheimnisvoll. Man denkt automatisch an die Musikgeschichte, die mit diesem Ort verbunden ist, und spürt schnell, warum so viele Menschen von der Neverland Ranch fasziniert sind.

Eingangstor der ehemaligen Neverland Ranch im Santa Ynez Valley in Kalifornien

Die berühmte Neverland Ranch im Santa Ynez Valley – ein Ort voller Geschichte und Erinnerungen an Michael Jackson.

Während man anschließend wieder zurück auf die Straße fährt, verändert sich die Landschaft erneut. Die Gegend rund um Santa Barbara ist nämlich auch für ihre Weinberge bekannt. Besonders Pinot Noir und Chardonnay werden hier angebaut, und viele Weingüter liegen malerisch zwischen den Hügeln. Wenn man dort entlangfährt, fühlt sich die Landschaft fast ein wenig mediterran an.

Nach einer kurzen Fahrt erreicht man schließlich das kleine Städtchen Solvang. Wer dort ankommt, reibt sich zunächst ein wenig verwundert die Augen. Mitten in Kalifornien stehen plötzlich Windmühlen, Fachwerkhäuser und kleine Bäckereien mit dänischem Gebäck. In Solvang ist alles stark von dänischer Kultur geprägt und genau das macht den Ort so besonders.

Windmühle im dänischen Dorf Solvang in Kalifornien

Windmühle im dänischen Dorf Solvang in Kalifornien – ein ungewöhnlicher Ort mit nordischer Architektur mitten im sonnigen Santa Ynez Valley.

Abstecher nach Carpinteria

Auf dem Rückweg nach Los Angeles machen wir fast immer einen kleinen Abstecher nach Carpinteria. Die kleine Küstenstadt liegt nur etwa 16 Kilometer südlich von Santa Barbara und wirkt deutlich ruhiger und entspannter als die größeren Nachbarorte. Palmen gesäumte Straßen, niedrige Häuser und die Berge im Hintergrund geben dem Ort eine ganz besondere Atmosphäre.

Dieses charmante Städtchen liegt ganz in der Nähe des Nobelortes Montecito und wird besonders gerne von Einheimischen besucht. Carpinteria hat sich seinen ursprünglichen Charakter bewahrt und fühlt sich oft wie ein kleines Kalifornien von früher an – gemütlich, freundlich und angenehm gelassen.

Stadtbild von Carpinteria mit Palmenstraße und Bergen im Hintergrund in Kalifornien

Blick auf eine palmengesäumte Straße im Küstenort Carpinteria in Kalifornien. Die kleine Stadt liegt nur wenige Kilometer südlich von Santa Barbara und ist bekannt für ihre entspannte Atmosphäre und die Nähe zum Carpinteria State Beach

Santa Barbara – idealer Ausgangspunkt für viele Ausflüge

Santa Barbara gehört für mich zu den Orten, die man einfach mögen muss. Die Kombination aus Meer, Bergen, mediterraner Architektur und der entspannten Atmosphäre macht diese Stadt wirklich einzigartig. Für uns ist jeder Besuch dort ein kleines Highlight, egal ob wir durch die State Street bummeln oder einfach nur am Hafen die Boote zählen.

Besonders schön ist aber auch, dass man von hier aus viele weitere interessante Orte ganz bequem erreichen kann. Ob ein Abstecher zur berühmten Neverland Ranch, ein Besuch im dänischen Dorf Solvang, ein Spaziergang unter dem riesigen Moreton Bay Fig Tree oder ein entspannter Stopp im kleinen Küstenort Carpinteria – rund um Santa Barbara gibt es unglaublich viel zu entdecken.

Und vielleicht ist genau das der Grund, warum wir immer wieder so gerne hierher zurückkehren: Santa Barbara ist nicht nur eine wunderschöne Stadt, sondern auch der perfekte Ausgangspunkt, um einen ganzen Teil der kalifornischen Küste zu erkunden.

Wer noch mehr über Sehenswürdigkeiten und aktuelle Veranstaltungen erfahren möchte, findet viele Informationen auf der offiziellen Website von der Stadt.


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24 Kommentare

  • Oh ja Santa Baraba fand ich auch so schön. Kein Wunder, dass sich da auch einige Promis ein Häuschen geholt haben ?
    Liebe Grüße Nadine

    • Santa Barbara ist ein wunderschönes Fleckchen, dort würde ich gerne den Rest meines Lebens verbringen.
      Liebe Grüße
      Sigrid

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